Mit Hongkong an der Spitze, Tokio auf dem dritten und Mumbai auf dem sechsten Platz befinden sich drei asiatische Metropolen unter den Top-Ten der teuersten Bürostandorte der Welt. Brutto 160,91 Euro beträgt die Spitzenmiete pro Quadratmeter Bürofläche im Monat im Hongkonger Central Business District (CBD), 155,99 Euro am zweitteuersten Bürostandort der Welt, dem Londoner West End, gefolgt von 111,21 Euro in Tokios CBD auf dem dritten Platz.
Rio überholt New York
Nach der Studie Office Space Across the World, die Cushman & Wakefield (C&W) veröffentlicht hat, bewegen sich die Mieten insbesondere in Asien wieder deutlich nach oben. Nach starken Mietpreisrückgängen 2009 stand das Jahr 2010 wieder im Zeichen umfangreicher Mietpreisanstiege im Top-Segment. So wurde in Hongkong ein Anstieg von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet, und auch an vielen anderen Standorten zeigt der Trend eindeutig nach oben: Singapur stieg in der Rangliste vom 24. auf den 11. Rang, Beijing vom 26. auf den 15., Taipeh vom 36. auf den 19. und Ho Chi Minh Stadt vom 46. auf den 24. Rang.
Erstmals seit Durchführung der Studie (Erstauflage 1996) befindet sich eine lateinamerikanische Stadt unter den Top-Ten: Rio de Janeiro, 2009 noch auf Platz 13 der Rangliste der teuersten Bürostandorte der Welt, belegt aktuell Platz vier. Mit einem Anstieg der Spitzenmiete um 47 Prozent auf brutto 80,42 Euro/ qm/Monat hat die Stadt am Zuckerhut New York mit brutto 76,67 Euro/ qm/Monat überholt und ist nun der teuerste Bürostandort auf dem amerikanischen Kontinent.
Steiler Mietanstieg in Londons City und Westend
In Europa wurde 2010 über alle Standorte hinweg ein Mietpreisanstieg um ein Prozent registriert, allerdings sei die Mietpreisentwicklung in den einzelnen Ländern und Städten sehr unterschiedlich ausgefallen, heisst es im Bericht. So hielten sich die Zahlen der Standorte mit stabilen, sinkenden aber auch steigenden Mieten die Waage. Positive Ausreißer sind insbesondere die Londoner Teilmärkte City und West End, wo ein Anstieg um 25 bzw. 27 Prozent verzeichnet wurde. Auf den nächsten Plätzen folgen Mailand mit zehn und Paris mit neun Prozent.
Auch auf den grössten Büroflächenmärkten Deutschland ist der wirtschaftliche Aufschwung 2010 angekommen; die Märkte haben sich im Jahresverlauf stabilisiert. Gegenüber dem Vorjahr ist das Vermietungsvolumen an allen Standorten deutlich gestiegen. Den Angaben zufolge wurden in den deutschen Top-Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München rund 2,45 Millionen Quadratmeter Büroflächen angemietet – gegenüber 2009 ein Plus von rund 27 Prozent. „Zum Jahresende befanden sich sämtliche Märkte auf Kurs in Richtung Stabilität und Wachstum, allerdings ist das Schlussquartal auf den Märkten sehr unterschiedlich ausgefallen“, so die C&W-Experten.
Auch im deutschsprachigen Raum präsentieren sich die Spitzenmieten in den Bürohochburgen stabil: Deutschland, im letzten Jahr Rang 21, ist mit brutto 41,50 Euro/qm/Monat zwei Plätze zurück auf den 23. Rang gefallen, die Schweiz belegt mit brutto 65,46 Euro/qm/Monat den neunten Rang (2010: 10. Platz) und Österreich ist mit brutto 33,33 Euro/qm/Monat sechs Plätze zurück auf den 23. Rang gefallen.
In den deutschen Top-5-Standorten betrug die Spitzenmiete in Berlin netto 21,00 Euro/qm/Monat, in Frankfurt netto 35,00 Euro/qm/Monat, in Hamburg netto 22,50 Euro/qm/Monat, in Düsseldorf netto 23,00 Euro/qm/Monat und in München CBD 29,00 Euro/qm/Monat. Der österreichische Nutzermarkt war 2010 von geringem Angebot geprägt, doch in diesem Jahr werden einige gute Büroflächen neu auf den Markt kommen. In Wien beträgt die Spitzenmiete netto 26,47 Euro/qm/Monat und in Innsbruck netto 12,65 Euro/qm/Monat.
In der Schweiz zeigten sich die Spitzenmieten laut C&W unverändert. In Zürich werden für erstklassige Büroflächen netto 62,72 Euro/qm/Monat und in Genf netto 58,80 Euro/qm/Monat bezahlt.